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REOSA

DB-Leads verstehenTeil 13 von 13

Warum DB-Leads ein Add-on ist und was es kostet

Ein Werkzeug, das für einen einzigen gefundenen Auftrag im Schnitt eine fünfstellige Provision auslöst, darf keine Preisanzeige auf jedem Knopf haben. Teil 13 der Serie über Add-on-Stufen, enthaltene Läufe und die Grenze, die beim Start greift.

REOSA-Team · 05.09.2026 · 5 Min. Lesezeit

Die meisten Werkzeuge der Plattform rechnen über Credits ab: Eine Aktion kostet einen kleinen Betrag, der stillschweigend abgebucht wird. Für DB-Leads passt dieses Modell nicht, und die Begründung sagt mehr über das Werkzeug als über die Preisliste.

Warum keine Credits#

Ein Datenbank-Scan ist keine Aktion, sondern ein Vorgang über den gesamten Bestand. Sein Aufwand hängt an drei Dingen, die alle nichts mit einzelnen Klicks zu tun haben: wie viele Kontakte im Zeitfenster liegen, wie viel Verlauf an ihnen hängt und wie viel sich seit dem letzten Lauf getan hat.

Bei einer Abrechnung pro Aktion hätte das zwei unangenehme Folgen.

Der Preis wäre vor dem Start unbekannt. Niemand drückt auf einen Knopf, hinter dem irgendetwas zwischen zwei und zweihundert Euro steht.

Die Anzeige würde das Verhalten verzerren. Wer bei jedem Lauf einen Betrag sieht, lässt das Werkzeug seltener laufen. Genau das wäre falsch: Ein Bestand, der einmal im Quartal gelesen wird, liefert schlechtere Ergebnisse als einer, der monatlich gelesen wird, weil die Funde dann alt sind, wenn sie erscheinen.

Deshalb ist DB-Leads als monatliches Add-on lizenziert, und die Staffel hängt an derselben Größe wie der Aufwand: der Zahl der Adressen.

Die Stufen#

StufeBis … AdressenMonatlich
S2.00049 Euro
M5.00099 Euro
L10.000199 Euro
XL15.000299 Euro
XXL20.000399 Euro
Individuellüber 20.000nach Vereinbarung

Dazu kommt der Plan des Arbeitsbereichs, mindestens Standard mit 129 Euro im Monat. Das Add-on ist ein Aufschlag, kein Ersatz: Ein Werkzeug allein ist keine Arbeitsumgebung, und Nutzerverwaltung, Rechte, Ablage und Assistent hängen am Plan.

Über XXL hinaus wird bewusst nicht weiter gestaffelt, sondern vereinbart. Ein Büro mit 24.000 Adressen und eines mit 60.000 brauchen dieselbe Antwort, und die ist ein Gespräch und keine sechste Zahl in dieser Liste. Sonst folgt auf jede neue Bürogröße eine neue Stufe, und die Leiter wird zur Preisliste für Fälle, die es einmal gibt.

Eine technische Feinheit dazu, die man beim Bauen falsch machen kann: Die vereinbarte Grenze steht am Arbeitsbereich, und ohne hinterlegte Grenze fällt die Rechnung auf die kleinste Stufe zurück, nicht auf unbegrenzt. Ein Tor, das bei unvollständiger Vereinbarung aufgeht, ist kein Tor.

Was enthalten ist#

Vier vollständige Läufe im Monat. Ein vollständiger Lauf analysiert alles im Zeitfenster neu, unabhängig davon, ob sich seit der letzten Analyse etwas getan hat. Das braucht man nach einer Änderung an den Einstellungen, etwa nach dem Freischalten neuer Felder für die Analyse.

Laufende Scans jederzeit. Ein laufender Scan analysiert nur, wo seit der letzten Analyse etwas passiert ist. Genau dafür gibt es die Frische-Prüfung aus Teil 2, und deshalb ist ein monatlicher Rhythmus günstig: Nach dem ersten vollständigen Lauf bleibt wenig übrig.

Der Vorfilter, immer und unbegrenzt. Er kostet nichts, weil er ohne Modell auskommt.

Einzelne Nachanalysen für einen bestimmten Kontakt laufen über das Credit-Guthaben des Plans, still abgebucht und ohne Preisanzeige auf dem Knopf. Ab dem Plan Max lässt sich dafür auch ein eigener Anbieter-Schlüssel hinterlegen.

Warum auf den Knöpfen kein Preis steht#

Die Plattform blendet Beträge unterhalb einer Schwelle grundsätzlich aus. Der Gedanke dahinter: Eine Maklerin will auf „Briefing erstellen" klicken und nicht Centbeträge lesen. Abgebucht wird selbstverständlich korrekt, nur die Anzeige entfällt, und wer sie will, schaltet sie im eigenen Konto ein.

Für teure Vorgänge gilt das Gegenteil. Ein Vorgang, der spürbar kostet, bekommt eine ausdrückliche Bestätigung, und der Datenbank-Scan zeigt vor dem Start, was er tun wird und wie viele Läufe im Monat noch enthalten sind.

Die Grenze greift beim Start#

Eine der wichtigsten Regeln des Add-on-Modells: Die Prüfung sitzt am Start eines Laufs, nie mitten drin.

Ein Lauf, der einmal begonnen hat, läuft vollständig durch, auch wenn dabei mehr Kontakte anfallen als erwartet. Ein Abbruch in der Mitte hinterließe einen halb analysierten Bestand, bei dem niemand mehr sagen kann, welcher Teil aktuell ist und welcher nicht, und der nächste Lauf müsste raten. Der wirtschaftliche Schaden eines solchen Zustands ist größer als der eines überzogenen Laufs.

Dieselbe Logik gilt für die Adressgrenze der Stufe: Sie wirkt auf die KI-Analyse beim Start, nie auf den Abgleich mit dem CRM und nie mitten in einem laufenden Scan. Ein Bestand darf immer vollständig importiert werden, denn sonst wüsste das Büro nicht einmal, wie groß er ist.

Was die Stapelverarbeitung damit zu tun hat#

Dass die vier enthaltenen Läufe kalkulierbar sind, hängt unmittelbar an Teil 5: Seit jeder Scan über die Stapel-Schnittstellen läuft, kostet dieselbe Analyse etwa die Hälfte. In der Messung standen 2,34 Euro für 1.332 Kontakte auf dem Sofort-Weg gegen 1,22 Euro für 1.225 Kontakte über den Stapel.

Ohne diesen Umbau wäre die Staffel entweder teurer oder das Kontingent kleiner. Das ist der unspektakuläre Zusammenhang zwischen einer technischen Entscheidung und einer Preisliste: Wer die Kosten halbiert, kann entweder die Marge oder den Preis anfassen, und wir haben den Preis angefasst.

Rechnet es sich#

Die ehrliche Antwort ist eine Rechnung, die jedes Büro selbst aufmachen muss, und sie hat drei Zeilen.

Ein vermittelter Verkaufsauftrag bringt im deutschen Markt je nach Objekt und Gebiet im Schnitt eine Provision im mittleren fünfstelligen Bereich, häufig 15.000 bis 20.000 Euro. Das Add-on kostet je nach Bestandsgröße zwischen 588 und 4.788 Euro im Jahr. Ein einziger zusätzlicher Auftrag pro Jahr trägt damit jede Stufe.

Die Zeile, die dabei gerne fehlt, ist die dritte: die Arbeitszeit für die Rückrufe. Ein Werkzeug, das 200 Funde erzeugt, die niemand bearbeitet, ist die teuerste Variante von allen, denn es kostet Geld und erzeugt zusätzlich das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wer keinen Nachmittag pro Woche für Bestandsakquise freimachen kann, sollte mit einer kleinen Stufe und einem engen Zeitfenster anfangen und die Liste kurz halten.

Was bei einer Kündigung passiert#

Die Daten bleiben. Beim Deinstallieren des Werkzeugs wird nichts gelöscht, echtes Löschen ist ein eigener, ausdrücklicher Schritt mit eigener Bestätigung. Die Quelldaten liegen ohnehin unverändert im CRM, denn dorthin schreibt das Werkzeug nur in eigene Spiegel-Felder (Teil 7). Wer aufhört, verliert die Analysen, nicht seinen Bestand.

Häufige Fragen

Es ist ein monatliches Add-on zusätzlich zum Plan, gestaffelt nach der Zahl der qualifizierten Adressen: 49 Euro bis 2.000 Adressen, 99 Euro bis 5.000, 199 Euro bis 10.000, 299 Euro bis 15.000 und 399 Euro bis 20.000. Darüber wird die Grenze individuell vereinbart. Voraussetzung ist mindestens der Plan Standard mit 129 Euro im Monat.
Die KI-Analysen des Datenbank-Scans mit vier vollständigen Läufen im Monat. Der deterministische Vorfilter ist immer kostenlos, laufende Scans über neue Aktivitäten sind jederzeit möglich. Einzelne Nachanalysen laufen über das Credit-Guthaben des Plans.
Nein. Die Prüfung greift beim Start eines Laufs. Ein Lauf, der einmal angefangen hat, läuft vollständig durch. Ein Abbruch in der Mitte hinterließe einen halb analysierten Bestand, und niemand könnte sagen, welcher Teil aktuell ist.

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